Jackpot!

Es soll ein Xolo werden

Wie unsere anderen Familienmitglieder zu uns gekommen sind, habe ich euch bereits erzählt, aber wie kommt man denn nun von einem Hamster über ein Pferd auf einen Hund? Gibt es da überhaupt einen Zusammenhang?

Ja, den gibt es, auch wenn er nicht direkt auf der Hand liegt: wir wollten mehr. 🙂 Und damit meine ich natürlich nicht, dass wir zahlenmäßig mehr Tiere haben wollten, sondern wir wollten unser Leben intensiver mit ihnen teilen. Gerade meine Beziehung zu Donar ist natürlich sehr intensiv, aber dennoch spielt sich mein Leben mit ihm einzig und allein im Stall ab und weder er noch Fenris können mit uns auf dem Sofa kuscheln, mit zu unseren Freunden und Verwandten kommen, von und mit uns lernen, gemeinsam mit uns draußen unterwegs sein und die Welt entdecken, unser Leben einfach zu 100% mit uns teilen. Ihr versteht, worauf ich hinaus will. 😉

Und so stand für uns bald fest, dass wir irgendwann gerne einen Hund zu uns holen wollten, aber das lag noch in weiter Ferne, da wir zwar inzwischen in eine größere Wohnung umgezogen waren, aber Hunde dort ohnehin nicht erlaubt waren. Dachten wir. Denn Ende 2016 teilte unser Vermieter uns mit, dass Hundehaltung ab sofort in Ordnung sei und plötzlich sprachen wir von nichts anderem mehr. Das Thema Hund nahm eine so große Rolle ein, dass uns schnell klar wurde: wir wollen nicht auf Irgendwann warten, sondern wir möchten JETZT einen Hund zu uns holen, denn der Zeitpunkt war günstig und die Gelegenheit da. Aber was für einen?

Ich kenne inzwischen viele liebe, tolle und wunderschöne Hunde, aber ehrlich gesagt hat mich noch kein einziger jemals so begeistert, dass ich unbedingt mein Leben mit ihm teilen wollte… Es musste doch noch mehr als die üblichen Rassen geben, die einem im Alltag immer wieder und überall begegneten. Für uns stand von Anfang an fest, dass es ein Welpe von einem verantwortungsvollen Züchter sein sollte und so machte ich mich online auf die Suche nach Hunderassen. Ein Test, in dem ich alle möglichen Kriterien angeben konnte, die wir an einen Hund stellten, spuckte irgendwann eine Rasse aus, von der ich bis dahin noch nie gehört hatte: den Xoloitzcuintle.

Einfach alles an den Xolos sprach uns auf Anhieb an: Ihr Aussehen, die Beschreibung, das Besondere, die Nacktheit. Und wie es der Zufall so will, sind die beiden wunderschönen Hündinnen, die dort abgebildet sind, Dantes Mutter und seine Halbschwester – die beiden Zuchthündinnen der Familie Slavin. Schon im Februar 2017 besuchten wir sie, um sie und die Hunde kennenzulernen. Und gerade die süße Toscha mit ihrer aufgeschlossenen und liebevollen Art hat uns sofort um den Finger gewickelt. Wir waren fündig geworden!

Da im Sommer unsere Hochzeit anstand, ich im Herbst meine Erste Staatsprüfung ablegen und Theo seine Abschlussarbeit schreiben musste (natürlich über den Dichter Dante), wollten wir auf den Wurf warten, der für Ende 2017 geplant war, doch es kam anders – Dante kam ziemlich unverhofft und sehr plötzlich bereits im August zu uns und wirbelte unsere gesamte Planung für die zweite Jahreshälfte mit seiner wundervollen, quietschlebendigen Welpenzeit vollkommen durcheinander. 🙂

Es ist so weit: Dante kommt!

Obwohl es noch gut ein Jahr dauern sollte bis unser Welpe einzog, hatte das Xolo-Fieber uns bereits fest im Griff. Wir sogen alle Infos auf, an die wir kommen konnten und wurden von Dantes Züchtermama Alla Slavin bereits über den früheren Wurf, der für Mai 2017 geplant war, auf dem Laufenden gehalten. Und dann war es so weit: diese zwölf traumhaften Welpen erblickten das Licht der Welt.

2_Freddie_14.06_2
Dante, damals noch Freddie, 3 Wochen alt  © Alla Slavin

Obwohl wir eigentlich noch keinen Welpen aus diesem Wurf zu uns nehmen wollten, verliebten wir uns sofort in den einzigen dunklen Rüden: Freddie Mercury Moon Reflection, später Dante. 😉 Wir fragten ihn deshalb an, doch er war bereits von Anfang an für eine andere Familie reserviert. Traurig zwar, aber nicht unbedingt überrascht, fanden wir uns also damit ab, dass die Vernunft scheinbar gesiegt hatte und wir wie geplant auf den nächsten Wurf warten mussten.

In der Zwischenzeit kam der Trailer für den neuen Disney-Film „Coco“ raus, in dem doch tatsächlich ein Mexikanischer Nackthund eine Rolle spielte – namens Dante! Ich weiß noch, dass ich es nicht fassen konnte, als ich diesen Trailer zum ersten Mal sah: wie unwahrscheinlich war das denn bitte?! Einen Welpen hatten wir zwar noch nicht, aber wie bereits beschrieben stand sein Name von Anfang an fest. Und nun sollte „unser Hund“ auch noch ein Kinostar sein. Wenn das mal kein gutes Zeichen war!

IMG_9686-3
Unsere Traumhochzeit ❤

Im Juli 2017 heirateten Theo und ich schließlich und bekamen ein Flitterwochenende in Stockholm geschenkt. Wir freuten uns riesig und waren gerade dabei unser Gepäck für den Kurzurlaub zu packen, der am nächsten Tag beginnen sollte, als ich eine E-Mail von Alla Slavin erhielt. Und von da an ging alles wahnsinnig schnell. Sie schrieb mir, dass Dante bereits seit einer Woche bei seiner neuen Familie wohnte, dass er aber dort bei seiner neuen Besitzerin leider so heftige allergische Reaktionen auslöste, dass sie ihn schweren Herzens abgeben mussten. Sie vermittelte mir den Kontakt zu der Familie, die ihn doch tatsächlich auch – und völlig unabhängig von uns – Dante genannt hatte! Erst „Coco“ und jetzt das: es kam uns vor als ob Dante selbst alle Weichen gestellt hatte, um zu uns zu kommen, denn das konnte kaum noch als Zufall durchgehen.

Nur wenige Stunden später stand also fest, dass wir bereits jetzt einen Welpen bekommen würden und das war unser Jackpot (übrigens einer der Dante-typischen Sprüche in „Devil May Cry“)! 🙂 Dass er nicht bleiben konnte, tat uns für die andere Familie sehr leid, doch die Freude, die wir verspürten, dass der Kleine nun doch zu uns kommen würde, war einfach unbeschreiblich. Da wir am nächsten Tag jedoch nach Stockholm fliegen wollten und Dante nicht länger bei der Familie bleiben konnte, nahmen seine Züchter ihn glücklicherweise noch einmal ein paar Tage lang bei sich auf, bis wir ihn knapp eine Woche später abholen konnten. So konnten wir unsere Zweisamkeit in Stockholm voller Vorfreude auf Dante in vollen Zügen genießen, denn unsere Wohnung zuhause und unser Leben würden wir nach unserer Rückkehr von nun an mit ihm teilen. ❤

20170804_170957
Frisch verheiratete, werdende Xolo-Eltern in Stockholm
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

Bloggen bei WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: